Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Atheismus | Kosmologie | Wissenschaftstheorie | Hawking

Die gottlose Welt des Stephen Hawking - bild der wissenschaft

Die 15-seitige Titelstory der Novemberausgabe der "bild der wissenschaft" schrieb Hawking-Kenner Rüdiger Vaas: Vielversprechende Lektüre. Vaas rezensiert den neuen Hawking wohlwollend, aber nicht unkritisch. So heißt es: Die Todeserklärung der Philosophie "ist keine Feststellung, sondern Provokation" (49); Hawkings Gottesbild sei einseitig (52); das Universum könne nicht aus dem absoluten Nichts entstehen (53) und: "Sicherlich können Hawking und Mlodinow die Existenz Gottes nicht ausschließen" (52). Fair von Vaas, dem als Beiratsmitglied der Giordano Bruno Stiftung nicht unbedingt theologische Apologetik unterstellt werden kann. Interessante Beigaben: Co-Autor Mlodinow wird aus dem Schatten Hawkings geholt und gewürdigt, gleichzeitig der Verdacht zerstreut, er sei Hawkings Ghostwriter. Markus Pössel wird als Fachlektor der deutschen Ausgabe vorgestellt - auch er sieht Hawking nicht unkritisch - hhp

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Martin Rees: 'We shouldn't attach any weight to what Hawking says about god' - Profiles - Independent.co.uk

Der Artikel stellt Sir Martin Rees vor, Königlicher Astronom und Präsident der Royal Society. Seine Selbstbezeichnung als "technologischer Optimist aber politischer Pessimist" zeigt sich in seinen kürzlichen Äußerungen zu Außerirdischen, Klimawandel, Überbevölkerung, Wissenschaft als 'organisierter Skeptizismus' und zum britischen Schulsystem. Von seinem Freund Hawking, den er seit 40 Jahren kennt, unterscheidet sich Rees zum einen im Blick auf Umweltfragen. Zum anderen kritisiert er scharf dessen Kommentare zur Überflüssigkeit Gottes. "Hawking hat sehr wenig Philosophie und noch weniger Theologie gelesen" und "ich glaube nicht, dass wir seiner Sicht dieser Dinge irgend ein Gewicht beimessen sollten". Anders als viele seiner Kollegen der Royal Society ist Rees kein militanter Atheist. Rees - von Dawkins herablassend als "gefälliger Kollaborateur" bezeichnet - unterstützt eine "friedliche Co-Existenz von Religion und Naturwissenschaft, da beide unterschiedliche Domänen betreffen" - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Wissenschaftstheorie | Hawking | Dawkins | Darwin

Science, belief and the question of proof - ABC Religion & Ethics - Opinion

Alister McGrath, ehemaliger Atheist, jetzt Theologe und bekannter Kritiker Richard Dawkins', hinterfragt die Beweiskraft der modernen Wissenschaft, die von militanten Atheisten wie Dawkins gern gegen den Glauben und dessen vermeintlich "totale Abwesenheit unterstützender Evidenzen" ins Feld geführt wird. Wie stark sind denn demgegenüber die "wissenschaftlichen Beweise"? Streng genommen könne man von Beweisen nur in der Logik und Mathematik sprechen. Sicher gebe es Sachverhalte, die bewiesen sind, wie die Formel für Wasser etc. Aber auf die großen wissenschaftlichen Fragen wie die nach dem Ursprung des Universums oder einer Großen vereinigten Theorie mag es gute, aber keine letzten Antworten geben. So gibt es bei der Entscheidung für ein Universum oder Multiversum durchaus keine zwingende Evidenz, und Hawking mag an seine Theorie glauben, aber das sei "Lichtjahre von dem simplistischen Slogan 'Wissenschaft hat Gott widerlegt' entfernt". Darwin war da wissenschaftstheoretisch weiter - hhp