Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von fv | | Evolution | Deutsch

Steinzeit-Jäger handelten mit Getreide

Welches Bild haben wir von unseren Vorfahren? Es gibt im kritischen Diskurs zwischen der Theologie und den Wissenschaften ein immer wiederkehrendes Argument: In alten Zeiten dachte man primitiv, etwa in den Zeiten, in denen die religiösen Texte entstanden. Danach begann sich erst mit der modernen Wissenschaft der Horizont der Menschen zu erweitern. Ohne Zweifel gibt es gravierende Unterschiede und damalige Mythen sind heute widerlegt. Doch bleibt die Frage, ob wir nicht einer gravierenden Verzerrung aufsitzen, wenn wir uns Heutige so von den Gestrigen abgrenzen. So haben wir auch ein bestimmtes Bild von den primitiven Steinzeitkulturen. Neue Funde aber zeigen, dass es möglicherweise schon vor 8000 Jahren einen europaweiten Handel gab! Möglicherweise muss die Geschichte des Neolithikums noch einmal neu geschrieben werden. - fv

Erstellt von hhp | | Anthropisches Prinzip | Außerirdische | Englisch | Evolution | Kosmologie | Physik

MIT Science Prof Threatens to Undo Everything Religious Right Holds Dear

"Sieh an, die Kreationisten sind besiegt und das Problem der Lebensentstehung ist gelöst" bespöttelt PZ Myers den vorliegenden Artikel, indem er die Kerngedanken auf den Punkt bringt (http://scienceblogs.com/pharyngula/2015/01/04/bafflingly-hyperbolic/). Es geht um die testbare Behauptung Jeremy Englands, das Leben sei nicht zufällig, sondern notwendig entstanden. "Unter bestimmten Bedingungen" sei Leben nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich, wenn nicht unausweichlich. Das betreffe die Erde, aber auch erdähnliche Planeten. Wenn Englands Idee, die sich um den zweiten Hauptsatz der Themodynamik dreht, Erfolg habe, wäre dies "offensichtlich ein epochaler wissenschaftlicher Fortschritt". Der genannte Myers bezweifelt indes die revolutionäre Neuheit des Gedankens; die Kreationisten damit gar zu entsetzen, hält er für lachhaft - so sehr Myers deren Niederlage auch wünschen mag. - hhp

Erstellt von hhp | | Astronomie | Außerirdische | Englisch | Evolution | Franziskus (Papst) | Kosmologie | Vatikan | Interdisziplinarität

Michigan-bred Vatican astronomer wins Carl Sagan Medal - Detroit Free Press

Donnerstag, den 13.11.14, erhält Vatikan-Astronom und Jesuit Guy Consolmagno als erster Geistlicher die renommierte Carl Sagan Medaille. Meteoriten-Spezialist Consolmagno sei "bekannt für seine witzige, weise und engagierte Art, die Himmel zu erklären" - exemplarisch dafür sein Buch "Würdest Du einen Außerirdischen taufen?". Nach dem populären Astronomen Carl Sagan (siehe TV-Serie "Kosmos") benannt, wird der Preis Personen verliehen, die Wissenschaft verstehbar und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Consolmagno sei - so die Begründung für seine Wahl - "ein glaubwürdiger Anwalt für wissenschaftliche Redlichkeit im Kontext religiösen Glaubens". In diesem Sinne kämpfe Consolmagno nach eigenen Aussagen "permanent gegen die unbegründete Auffassung, die katholische Lehre sei inkompatibel mit der Naturwissenschaft". Die Lüge der Unvereinbarkeit sei so verbreitet, dass auch der Papst immer wieder das Gegenteil in Erinnerung rufe - so kürzlich, auch wenn er dabei nicht wirklich Neues gesagt habe. - hhp