Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Astronomie | Kosmologie

Astronomers discover humongous structure one-ninth the size of the observable universe - mnn

Der Artikel berichtet von der Entdeckung einer gigantischen kosmischen Struktur mit einem Durchmesser von 5 Milliarden Lichtjahren, die damit 1/9 des beobachtbaren Universums ausmacht und damit die bei weitem größte Struktur darstellt, die je entdeckt wurde. "Wenn wir richtig liegen, widerspricht diese Struktur den aktuellen Modellen des Universums", wird der federführende Autor einer Veröffentlichung der Royal Astronomical Society zitiert. Diese Struktur habe - so schließt der Artikel - das Potenzial, einen Paradigmenwechsel in der Astronomie herbeizuführen. - hhp

Erstellt von al | | Deutsch | Astronomie

Im Sternbild des Schwans

Ein kritischer Artikel zur Ankündigung der NASA, mit Kepler 452-b eine "zweite Erde" entdeckt zu haben. In der Fachpresse würde bereits die Möglichkeit einer Reise zu diesem Planeten erörert, heißt es. Annäherung an das ewige Leben durch Ausbreitung in den Raum? Der Artikel analysiert diese Fantasien und vergleicht sie mit Johannes Kepler eigenen Träumereien, die gar nicht so anders waren. - Aber treiben solche Träumereien nicht auch Wissenschaft und Fortschritt voran? - al

Erstellt von hhp | | Anthropisches Prinzip | Astronomie | Deutsch | Kosmologie | Naturwissenschaft | Physik | Quantenphysik | Wissenschaftsgeschichte | Wissenschaftstheorie

Frontalangriff auf die wissenschaftliche Methode - spektrum.de

Der Kosmologe und Mathematiker George Ellis und der Astronom Joe Silk sehen in neuen spekulativen Theorien einen Frontalangriff auf die mit Poppers Falsifikationsprinzip verbundene (natur-) wissenschaftliche Methode. Die Gefahr, experimentelle Überprüfbarkeit durch Eleganz zu ersetzen, liege bei Multiversums-, Viele-Welten- oder Stringtheorie nur allzu nahe. Wenn Theorien so variabel sind, dass sie sich mit jedem empirischen Befund vereinbaren ließen, seien sie nicht falsifizierbar und willkürlich. Die Kritik der Autoren hat aber offenbar auch einen strategischen Hintergrund: Man müsse bedenken, dass diese "Überprüfbarkeitsdebatte" die Tür für Politiker, Fundamentalisten und Pseudowissenschaftler öffne. (Der Artikel ist die Übersetzung eines Nature-Artikels, über den bereits die FAZ unter dem Titel "Physik am Scheideweg" am 07.01.15 nicht unkritisch berichtete; s. u.). - hhp