Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Astronomie | Physik | Biologie | Deutsch

Charon, noch ein Mond mit Feuchtgebieten

Astronomen haben Wasserspuren auf Charon gefunden, einem Mond, der den Zwergplaneten Pluto umkreist. Die Forscher nehmen an, dass Charon – ähnlich wie der Erdmond – aus den Trümmern einer Kollision entstanden ist. Vermutlich hat der frisch entstandene Mond Pluto zunächst auf einer stark elliptischen Bahn umkreist. Dann haben die permanent wechselnden Gezeitenkräfte sein Inneres geradezu durchgewalkt und durch Reibung erwärmt. So habe Eis schmelzen und einen viele Kilometer tiefen Ozean bilden können. Einen ähnlichen verborgenen Ozean gibt es wohl auf dem Jupitermond Europa und auch auf dem Saturnmond Enceladus. Man darf nicht vergessen: Wasser ist die Voraussetzung für Leben, so wie wir es kennen. - al

Erstellt von hhp | | Astronomie | Intelligent Design | Kosmologie | Englisch | Schöpfung | Theologie

An Astronomer for God: William R. Stoeger (1943-2014) - ncse

Peter Hess würdigt den kürzlich verstorbenen Astronomen und Kosmologen William R. Stoeger SJ, der vehement die Annahme verworfen habe, als moderner Wissenschaftler könne man nur Atheist sein. Neben seinen astrophysikalischen Betätigungen habe Stoeger die Bedeutung zeitgenössischer Kosmologie für die Theologie stark gemacht. Kerngedanke dabei sei eine naturimmanente Gerichtetheit, die mit naturwissenschaftlichen Mitteln aus "der Emergenz physikalischer und biologischer Strukturen, von Komplexität, Leben und Geist" erkannt werden könne. Er grenze sich aber scharf vom "Intelligent Design" ab und sehe sich nicht veranlasst, teleologische Mechanismen oder eine "irreduzible Komplexität" anzunehmen. Für Stoeger seien die Naturgesetze eine der zentralen Weisen, durch die Gott im Universum wirke. Gott sei die Erstursache des Universums und der Schöpfer der Zweitursachen der Natur - derjenige, welcher "der Natur die kausale Fähigkeit zur biologischen Evolution des Lebens durch solche Prozesse wie Variation und natürliche Selektion" verleihe. - hhp

Erstellt von hhp | | Inflation | Schöpfung | Kosmologie | Deutsch | Astronomie

Schöpfung - Was zu beweisen war - Jüdische Allgemeine

Wenn "die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Urknall und Gravitationswellen" zeigen: "die Tora hat doch recht", dann erinnert dies stark an das in den 1950er Jahren verbreitete "Und die Bibel hat doch recht" von Werner Keller. In beiden Fällen werden biblische Aussagen auf historische bzw. naturwissenschaftliche Richtigkeit hin abgeklopft - ein Versuch, der an der Intention der Bibel komplett vorbei geht (jedenfalls im Verständnis der gängigen christlichen Theologie). Wenn der Autor des Artikels, nota bene Professor für Physik, einen sinnvollen kosmologischen Diskurs nur mit Rückgriff auf Schöpfung für sinnvoll erachtet; wenn er behauptet "mit der richtigen Messtechnik kann heutzutage jeder Wissenschaftler ... den klaren Beweis erhalten, dass das Universum ... erschaffen wurde", und dass damit "die Erschaffung des Universums ... eine wissenschaftlich nachgewiesene Tatsache" sei, wird er von theologischer Seite kaum Zustimmung erfahren - geschweige denn von naturwissenschaftlicher Seite. - hhp