Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von fv | | Kosmologie | Deutsch

Und wieder zittert der Kosmos

Informationen aus dem Universum Im letzten Jahr ist eine Sensation gelungen: Erstmals wurden Gravitationswellen gemessen. Diese Veränderungen der Raumzeit sind Fernwirkungen eines kosmischen Geschehens, das sehr weit entfernt sein kann. Nun bleibt es nicht bei einem einmaligen Ereignis, ein weiteres Mal haben Detektoren eine solche sehr kurzzeitige Veränderung der Raumzeit messen können. Zum einen ist das eine sehr gute Bestätigung der allgemeinen Relativitätstheorie. Zum anderen aber eröffnet sich damit ein neuer Informationskanal in das Universum: Waren die Informationen bislang vor allem auf den Spektrenbereich großer Radioteleskope und damit auf elektromagnetische Wellen beschränkt, so wird es immer wahrscheinlicher, dass man künftig auch mit weiteren Anlagen kontinuierlich Informationen durch Gravitationswellen empfangen kann - eine faszinierende Perspektive! - fv

Erstellt von fv | | Kosmologie | Deutsch

Gravitationswellen einmal anschaulich

Der Nachweis von Gravitationswellen ist in der letzten Zeit viel diskutiert worden. Doch wie muss man sich diese Wellen vorstellen? Nun, sie sind unglaublich klein! Sehr amüsant und anschaulich zeigt die folgende Graphik, um welche Größenverhältnisse in Raum und Zeit es bei diesem Vorgang geht. Hier kann man nachvollziehen, warum manche Physiker die Genauigkeit nur noch in 10er Potenzen rechnen... - fv

Erstellt von al | | Deutsch | Anthropologie | Kosmologie | Einstein | Physik

Im Kosmos ein Knall, auf Erden ein Hauch

Wir sind alle Wellenwesen, so interpretieren die Autoren dieses Artikel die erste Messung einer Graviationswelle, deren physikalischer Hintergrund noch einmal erklärt wird. Wellen transportieren Information, sie verraten uns etwas über die Welt. Alles, was wir sehen und hören, erreicht uns als Welle. Der praktische Nutzen der Gravitationswellen-Messung: Sie eröffnen den Astronomen ein weiteres Fenster für den Blick ins Weltall. Bislang existierten ausschließlich Teleskope für elektromagnetische Wellen, doch nur ein Prozent des Universums sendet Wellen dieser Art aus – die übrigen 99 Prozent sind Dunkelheit. Über die soll künftig jede gemessene Gravitationswelle etwas verraten. Wellen machen uns lebendig, und die Wellenmetapher sei sehr populär, doch gelte es, Wirklichkeit und Interpretation sorgsam auseinanderzuhalten. Allzu oft vermischten wir beides: die Welt als Welle und Vorstellung. Der Artikel ist der Auftakt für eine ganze Reihe von kurzen Artikeln zu verschiedenen Wellenphänomenen in der betreffenden Ausgabe von ZEIT Wissen. - al