Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Wissenschaftstheorie | Kosmologie | Deutsch

Das hat er nicht gewollt - ZEIT Nr.21 S.20

Ein interessanter Artikel über Kopernikus revolutionäre Entwicklung des heliozentrischen Weltbildes, leider was das Verhältnis zur Theologie angeht sehr dem klassischen Konflikt-Paradigma verhaftet. Damit einher geht die unkritische Übernahme eines realistischen wissenschaftstheoretischen Ideals. Da gibt es andere Äußerungen wie z.B. die von Pierre Leich im Skeptiker 3/2009, der selbst den Fall Galilei differenzierter betrachtet. - al

Erstellt von hhp | | Englisch | Außerirdische | Kosmologie

Is Stephen Hawking right about aliens? - Guardian

Der Artikel bespricht Hawkings warnenden Hinweis, man solle den Kontakt zu Außerirdischen nicht suchen, sondern vermeiden, um sich nicht der Gefahr der Ausbeutung auszusetzen. Zunächst einmal ist aber festzuhalten, dass ein Konsens darüber besteht, dass mit außerirdischer Intelligenz durchaus zu rechnen ist. Hawkings Angst hingegen sei unberechtigt, kontert Seth Shostak, Astronom am Seti Institut, das seit 1984 nach "Aliens" sucht. Sollte man sich ernsthaft ängstigen, dann habe man zuallererst Radio-, Fernsehstationen und Flughafenradar abzuschalten, da ja ebenfalls in den stellaren Dschungel hinaustönen. Letztlich sei es ohnehin zu spät, die ältesten Abstrahlungen seien ja bereits 80 Lichtjahre von der Erde entfernt. Bisher hat der Himmel zwar geschwiegen, aber Shostak ist zuversichtlich, dass Seti in den nächsten 20 Jahren außerirdische Signale finden wird. Arbeitsplatzerhaltender Zweckoptimismus? - hhp

| Englisch | Kosmologie | Außerirdische

Alien Invasion: Why Stephen Hawking is Wrong - Wall Street Journal

Hier meldet sich der bekannte Physiker und Mitarbeiter beim Seti-Institut, Paul Davies, selbst zu Wort, um Stephen Hawkings Warnung vor extraterrestrischer Aggression zu entkräften. Mit ihren 4,5 Milliarden Jahre gebe es die Erde so lange, dass die Aliens schon früher den Versuch hätten starten können, die Ressourcen der Erde zu plündern. Zum anderen sind die Distanzen so ungeheuer, dass Außerirdische den Kontakt eher auf Funk beschränken als den engen Kontakt suchen wie im Science Fiction Film. In Hawkings Vergleich mit der Eroberung Amerikas schwinge eine gute Portion Anthropozentrismus mit, als ob ET uns ähneln müsste. Eine Zivilisation, die so fortgeschritte ist, um uns besuchen zu können, dürfte aggressive Tendenzen überwunden und sich gentechnisch auf Harmonie getrimmt haben. Sollten wir selbst in galaktisches Kriegsgeschrei ausbrechen, könnten die ETs uns freilich eliminieren. Paradoxis Fazit: Die größte Bedrohung geht wieder einmal von uns selbst aus. Zum Schmunzeln spekulativ.