Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Pannenberg

Offenbarung ist Geschichte und anderes nicht. Wolfhart Pannenberg zur Erinnerung - Theologie und Kirche.de

"Offenbarung ist Geschichte" steht als Leitmotiv in Hans-Joachim Sanders Nachruf auf Wolfhart Pannenberg. Mit der Verbindung zur Geschichte widerstehe Offenbarung der fundamentalistischen Versuchung, widersprüchliche Geschichte einfach zu übergehen. Wird Geschichtlichkeit ernst genommen, bestätigt Offenbarung "schon gar nicht letztgültige Ideen von Geschichte", und dieses bedinge Pannenbergs Nähe zu den Naturwissenschaften. - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Pannenberg | Theologie

Ein ganz Großer unserer Zunft! Ein Nachruf auf Wolfhart Pannenberg - Theologie und Kirche.de

Der Nachruf des Dogmatikers Georg Essen macht für den interdisziplinären Kontext die Leistung Pannenbergs deutlich, dass er den Begriff der Offenbarung nicht nur mit dem der Geschichte verfugt, sondern ihn auch vernunfttheologisch unterfangen habe. Es habe mit dieser Vernunftförmigkeit seiner Theologie zu tun, "dass er katholischerseits so breit rezipiert wurde wie kaum ein anderer protestantischer Theologe seiner Generation". - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Pannenberg | Wissenschaftsgeschichte | Interdisziplinarität

Wolfhart Pannenberg - In Memoriam - Patheos

Der Artikel des Pannenberg-Schülers und US-amerikanischen Hochschullehrers Philip Clayton ist in doppelter Hinsicht lesenswert. Zum einen sind es die biografischen und persönlichen Anekdoten, zum anderen ist es eine Würdigung von Pannenbergs theologischer Leistung. Als weltweit führender Verfechter einer "Theologie von unten" gestartet, habe Pannenberg diesen Ansatz später mit einer "Theologie von oben" kombiniert und insgesamt sein Programm ausgedehnt auf die Philosophie und den Religion-Naturwissenschaft-Disput. In regelmäßigen Treffen mit Naturwissenschaftlern habe er das Verhältnis von Kontingenz und Naturgesetzen als Eröffnung eines konstruktiven Dialogs zwischen Naturwissenschaft und Theologie stark gemacht. Diese Diskussionen hätten einen tiefgreifenden Einfluss auf Größen wie Polkinghorne und Peacocke, aber auch auf Prozesstheologen wie John Cobb genommen. Das Ringen mit Philosophie und Wissenschaft habe Pannenberg zwar den Ruf eines Rationalisten eingebracht, tatsächlich aber sei seine Theologie fest in einem tiefen und beständigen Glauben verwurzelt gewesen. - hhp