Theologie und Naturwissenschaften – sind das nicht Gegensätze?

Um es gleich zu Beginn zu sagen: Die verbreitete Auffassung, Theologie und Naturwissenschaften seien zueinander gegensätzlich wie Feuer und Wasser, ist ein Mythos. Die historische Entwicklung und Auseinandersetzung der beiden Disziplinen, auch im Falle Galileis und Darwins,  ist wesentlich vielschichtiger und daher auch spannender als diese Auffassung nahelegt.

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Warum „intelligentes Design“ keine Naturwissenschaft ist. Eine Einführung für Nichtbiologen

Leitartikel von Hansjörg Hemminger

Die Bewegung für ein „intelligentes Design“ (ID) geht davon aus, dass Naturprozesse, wie sie die biologische Evolutionstheorie voraussetzt, keine Innovationen bzw. neue „Designs“ von Lebewesen hervorbringen können. Dafür sei eine „geistige Verursachung“ nötig, also eine über- oder außer-natürliche Intelligenz, die lenkend in die Evolution eingreift. Michael Behe, einer der wichtigsten ID-Vertreter, ist der Ansicht, dass sich ID biologisch beweisen ließe.

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In eigener Sache: Jetzt mit neuem Design

„Unsere Website www.theologie-naturwissenschaften.de präsentiert sich jetzt in einem neuen, modernen Design. Es passt sich flexibel an unterschiedliche Bildschirmgrößen an, vom Smartphone bis zum PC." Akademiedirektor Dr. Frank Vogelsang freut sich darüber, dass die Besucherinnen und Besucher jetzt mit dem neuen Design auf der Website begrüßt werden. „Das erfolgreiche inhaltliche Konzept der seit fast 10 Jahren bestehenden Website zum Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften führen wir jedoch weiter“, so Vogelsang, der an der Akademie den Bereich Wissenschaft und damit auch den Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften verantwortet

Besonderes Kennzeichen: pointierte Leitartikel von namhaften Wissenschaftlern
Das besondere Kennzeichen der Website sind pointierte Leitartikel von namhaften Vertretern des Dialogs. So ging es z.B. vor kurzem im Leitartikel „Evolution im Glauben“ um die Theologie eines Naturwissenschaftlers. „Darwin und die Evolution wurden oft als Gegensatz zur Religion empfunden. Immerhin widerspricht die Evolutionstheorie dem Wortlaut der Schöpfungsberichte. Andererseits kommt man als Christ nicht mehr vorbei an der modernen Naturwissenschaft. Dabei zeigt diese auch interessante Details, die nahelegen, christlichen Glauben in neuer Sicht zu deuten“,  schreibt Wolfgang Schreiner, Professor für Medizinische Computerwissenschaften in Wien, zu Beginn seines Artikels. Damit mach er Leserinnen und Lesern Lust darauf weiterzulesen, vielleicht auch zu kommentieren.

Im Dialog: jetzt mehr Möglichkeiten für Diskussion und Feedback
Denn auch die Möglichkeit, direkt auf der Seite ins Gespräch zu kommen, wurde gestärkt: Die Thesen der Leitartikel können jetzt sofort unter dem Leitartikel kommentiert und diskutiert werden. Leserinnen und Leser können aber auch einfach nur eine kurze Bewertung des Artikels abgeben. Neun Kategorien von „wichtig“ über „fundiert“ bis „lustig“ stehen dafür zur Verfügung.  Artikel, auf die sie Freunde und Bekannte gerne aufmerksam machen möchten, können direkt von der Website aus in den sozialen Medien geteilt werden.

Größere Veranstaltungsauswahl und mehr Servicefunktionen
Die Akademie führt den Veranstaltungskalender auf der Website zukünftig gemeinsam mit dem Kooperationspartner der Website, dem Forum Grenzfragen der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Wie bisher informiert der Kalender über Tagungen und Abendveranstaltungen aus dem Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften, bietet ab sofort aber eine noch breitere Veranstaltungsübersicht und weiteren Service. So können z.B. Interessenten Veranstaltungstermine direkt in ihrem persönlichen Online-Kalender abspeichern oder eine Anfahrtsskizze abrufen.

Bewährtes wird fortgesetzt: Texte zu Fragen des Dialogs, Presseschau, Literaturhinweise
Zum Angebot gehören der Website gehören auch in Zukunft Texte für Einsteiger und Fortgeschrittene zu den Grundfragen des Dialogs, zu Evolution und Schöpfung, Bioethik, Neuroethik, Wissenschaftstheorie und Quantentheorien, eine kommentierte Presseschau sowie kommentierte Literaturhinweise und weiterführende Links.

Das Redaktionsteam
Die Redaktion der Website liegt in den Händen des evangelischen Theologen Dr. Andreas Losch, verantwortlich von Seiten der Akademie ist Direktor Dr. Frank Vogelsang. Beide sind ausgewiesene Kenner des Dialogs zwischen Theologie und Naturwissenschaften.

Feedback erwünscht
Die Redaktion freut sich über Feedback und Anregungen.
Mail an die Redaktion 

Forum Naturwissenschaft Theologie

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ESSSAT Conference Madrid 2020: Call for Papers and ESSSAT Prizes Competition

Save the date for the 18th European Conference on Science and Theology (ECST XVIII) : Madrid, 29 April - 2 May 2020, on “Creative pluralism? Images and models in science and religion” .

It has been a consensus in the science and religion dialogue that convergences between both, science and religion, are possible and, indeed, necessary, because both disciplines refer to the same reality and try to interpret and understand it. However, in recent years not only the differences between religious hermeneutics and scientific method have been stressed, but also the inherent plurality within both fields of academic study. And in epistemology it has become clear how important perspectives, models and paradigms are, again for both, science and theology.

Auszug aus der Presseschau

Erstellt von al | | Astronomie | Außerirdische | Deutsch | Hawking | Kosmologie | Philosophie | Physik

Nerds retten die Welt - Folge 12: Gespräch mit Avi Loeb, Professor für Astrophysik an der Harvard-Universität (REPUBLIK)

Ein spannendes Gespräch über schwarze Löcher, Plasmaphysik und das Cern in Genf, das Objekt Oumuamua und Ausserirdische und über die Zukunft des Universums, durchsetzt mit der jüdischen Frömmigkeit des Gesprächpartners und dem Kulturpessimismus der Interviewerin. - al

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Bevorstehende Veranstaltungen

Transformation der Menschheit? Die schöne neue Welt des Transhumanismus

Die schöne neue Welt des Transhumanismus

War es lange Zeit der Science-Fiction-Literatur vorbehalten, kühne Zukunftsvisionen der Menschheit zu entwerfen, so scheint die Realisierung solcher Entwürfe aufgrund des enormen Fortschritts in greifbare Nähe zu rücken. Mit dem sogenannten Transhumanismus wird dadurch eine intellektuelle Bewegung beflügelt, die eine Radikalisierung der Interaktion von Mensch und Technik anstrebt. Letztlich soll auch die Natur des Menschen selbst durch Anwendung von und Verschmelzung mit Technik transformiert werden, bis schließlich – so extreme Vertreter – die menschliche Gattung durch posthumane Intelligenzen ersetzt wird. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Philosophie München Referenten: Prof. Dr. Godehard Brüntrup SJ (Philosoph) JProf. Dr. Benedikt Paul Göcke (Religionsphilosoph) Prof. Dr. Johannes Hoff (Theologie) Prof. Dr. Hans-Dieter Mutschler (Philosoph) Prof. Dr. Stefan Sorgner (Transhumanist)

Anfang:
am 04.10.2019 um 14:00
Ende:
am 06.10.2019 um 13:00
Veranstaltungsort:
Tagungszentrum Stuttgart-Hohenheim
Kosten:
0,00 €
PLZ:
70599
Veranstalter Adresse:
Tagungszentrum Stuttgart-Hohenheim
Paracelsusstraße 91
70599 Stuttgart

Neuerscheinung

Die Vermessung der Welt und die Frage nach Gott

Die Naturwissenschaften gewinnen immer mehr und immer detailliertere Erkenntnisse über die Welt. Doch die Frage nach Gott entzieht sich wie andere existentielle Fragen unseres Lebens den Methoden einer exakten naturwissenschaftlichen Vermessung. Dabei ist das Verhältnis von Wissenschaft und Religion nicht nur kontrovers, sondern auch sehr vielschichtig, oft überraschend. Wer weiß heute noch, dass schon im Mittelalter bekannt war, dass die Erde eine Kugel ist? Oder dass es auch eine wissenschaftliche Erklärung für Nahtoderfahrungen gibt? Welche neuen Herausforderungen entstehen durch neue Techniken wie das Genom Editing? Die Beiträge des Bandes greifen Geschichte und Gegenwart des Dialogs zwischen Theologie und Naturwissenschaften auf. Es geht darum, beides zu tun: die Welt so exakt wie möglich zu verstehen und zugleich eine Ahnung zu behalten für die Fragen, die jenseits dessen unbeantwortet sind. Der Aufsatzband nimmt Leserinnen und Leser mit hinein in den breit gefächerten Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften.

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